Gartenplanung mit System

Die Grundvoraussetzung für einen schön angelegten Garten ist eine sinnvolle Planung. Das Beste ist, Garten- und Hausplanung gemeinsam anzugehen. Doch auch, wenn das Domizil schon steht, hilft eine durchdachte Planung dabei, eine echte grüne Wohlfühloase zu schaffen.  

Wenn die Entscheidung für ein Eigenheim gefallen ist, gilt es, unzählige Fragen zu klären. Oft steht dann die Gestaltung des Gartens auf der Prioritätenliste ziemlich weit hinten. Erst wenn der Einzug unmittelbar bevorsteht oder gar schon vollzogen ist, rückt dann auch der Garten in den Fokus.

Dabei gehen idealerweise die Planung von Haus und Garten Hand in Hand. Bei Neubauten gilt: Sobald das Grundstück gekauft ist, können die Überlegungen zum grünen Refugium beginnen, denn allein die Lage des Hauses auf der Parzelle hat gravierenden Einfluss auf die zukünftige Gartenplanung. Auch wer sich für eine „gebrauchte“ Immobilie entscheidet, sollte vor anstehenden Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen über das Thema Garten nachdenken. Wer sich frühzeitig um eine Gartenplanung bemüht, vermeidet grobe Planungsfehler, kann sogar Baukosten sparen. Denn wer mit einem Fachmann den Garten sichtet und damit gewachsene Strukturen erhält und in eine Neugestaltung übernimmt, sorgt in jedem Falle dafür, dass Garten- und Architekturkonzept gut aufeinander abgestimmt werden können.

Zunächst sollte überlegt werden, wie und von wem der Garten genutzt wird. Dabei gilt es, die Wünsche und Bedürfnisse aller Familienmitglieder zu berücksichtigen. Doch Achtung: Nicht nur aus der momentanen Situationen heraus planen, denn Wünsche ändern sich, und ein gut angelegter Garten kann gut und gern mehrere Jahrzehnte bestehen.

Neben den Wünschen des Gartenbesitzers sind insbesondere die Lage und Exposition des Gartens in die planerischen Überlegungen einzubeziehen. Die individuelle Atmosphäre und Stimmung des Ortes sollten erfasst werden und in die Gartengestaltung einfließen, ja wenn möglich sogar noch gesteigert werden. 

Eine gute Gartenplanung zeichnet sich dadurch aus, dass sie dem Garten eine Grundstruktur verleiht, die auch nach vielen Jahren noch funktioniert. Dann lässt sich mit vergleichsweise kleinen Eingriffen der Garten an die sich veränderten Lebensumstände anpassen: Aus der Sandspielecke für die Kleinen wird zum Beispiel nach einigen Jahren ein Teich, an dem Kinder im Schulalter gern Molche und Libellen beobachten und die Eltern abends noch in Ruhe sitzen. 

In einer solchen Langzeitperspektive steckt auch eine große Chance: Eine Planung muss nicht in einem Zug umgesetzt werden. Vielmehr können Bauabschnitte definiert werden, die je nach zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten nach und nach in die Umsetzung gehen, bis schließlich das Gesamtbild fertig ist.

Übrigens muss man mit der Gartenplanung nicht bis zum Frühjahr warten. Wenn die Vegetation Pause macht, kann man sich in aller Ruhe theoretischen Überlegungen hingeben, was man in der kommenden Saison praktisch umsetzen möchte. Außerdem lassen sich die Strukturen eines Gartens viel besser erkennen, wenn Bäume und Sträucher unbelaubt und Beete nicht in voller Blüte dastehen.

 

 

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