Zeit für eine neue Ordnung

Es muss nicht immer »alles neu« sein. Entlang dieser Erkenntnis konnte sich mit einer sehr geschickten, geradlinigen Gestaltung der Wunsch der Gartenbesitzer erfüllen: dem alternden Garten ein neues Gesicht zu geben und gleichzeitig - wenn nötig durch Umpflanzen - einen guten Teil des alten Pflanzenbestands zu erhalten. Die vielen Kunstwerke, bei deren Betrachtung sich das Ehepaar gern entspannt, bekommen durch den formalen Ansatz eigene Orte zugewiesen. Bei der Planung nahm Margareta Kulmann-Rohkemper die Form des Wohnhauses - ein aus mehreren Bauteilen bestehender Flachdachbungalow - auf. Leiterartig über die Rasenflächen verlegte Trittplattenwege, mit Basalt-Splitt gesäumte Wegstreifen aus Granit, parallele Eiben-Hecken und Buchs-Kuben gliedern den Raum. Immer wieder sind in dieser Gartenanlage neue Perspektiven zu entdecken. Zahlreiche Teilräume werden von Terrassen, Bänken und Holzdecks besetzt, die vorhandene Teichanlage ist integriert. Der größte Wert liegt für die Besitzer, die leidenschaftlich gern gärtnern, im Pflanzenreichtum. Vor einem hohen Baumhintergrund finden sich Johannisbeer- und Stachelbeerbüsche, Strauchrosen und Staudenbänder.